Bio (engl.)

Siggy Davis wurde in Nürnberg als Tochter eines Lieutenant Colonel und einer Erzieherin geboren. Seit ihrer Geburt reiste Siggy ständig umher. Sie wuchs in Bridgeport, Connecticut auf. Im Alter von neun Jahren studierte sie Schauspiel bei Dr. Gita Honneger (Yale University) und Gesang bei der berühmten Altistin Jane Copeland Steven (Metropolitan Opera). Schon mit zwölf stand Siggy Off-Broadway auf der Bühne und war im Fernsehen und in Filmen zu sehen.

Mit siebzehn ging Siggy an die Howard Universität, wo sie ein Diplom als Bachelor of Fine Arts der darstellenden Künste erhielt. Nach Abschluss des Universitätsstudiums ging sie nach New York und arbeitete als Schauspielerin („New York Actress“). Sie spielte Off-Broadway und bei Tourneeproduktionen.

Foto: Heinz Kleim / KleimDesign

1991 verließ Siggy New York City und reiste zwei Jahre lang mit einer Tournee der Broadway Musicals Company von New York. Fasziniert und herausgefordert durch ihre Erfahrungen in Europa, entschied sie sich in Deutschland zu bleiben und machte Berlin zum Standort und Ausgangspunkt ihrer künstlerischen Arbeit. Sie tourte nicht nur durch vierzehn europäische Länder, sondern bereiste auch Israel, Afrika und Asien.

Siggy machte als Künstlerin eine außergewöhnlich vielseitige Entwicklung durch. Angespornt durch ihre Mentorin und Freundin Dianne McIntyre tourte sie mit Jazzgrößen wie Don Pullen, Amina Claudine Myers, Olu Dara, Charlie Mariano, Hannibal Peterson, Herb Geller und James Carter, mit denen Sie auch Musikaufnahmen machte. Sie wirkte als Künstlerin zusammen mit Klaus Doldinger, Passport, Pascal von Wroblesky, dem Paul Kuhn Trio, Nils Landgren, Tony Martinez und Nina Hagen maßgeblich bei europäischen Jazzereignissen mit.

So sehr Siggy ihre Musik liebt, so hat sie doch ihre Wurzeln im Theater. Einige ihrer wichtigsten Bühnenrollen waren in „The Colored Museum” von George C. Wolf, „A star aint nothin’ but a whole in Heaven” von Judi Ann Mason und beim Folger Shakespeare Theatre von Michael Kahn und Franchelle Stewart Dorn. Ihr Repertoire für Musicaltheater umfasst „Nunsense“, „Hair“, „Butterfinger’s Angel“ „Beehive“ and „Lets Pop“ mit Angelika Milster. Ein besonderer Höhepunkt von Siggys Karriere in Europa war ihr Engagment für die Rolle der Effie in „Dream Girls“ am Berliner Theater des Westens. Dort trat sie unter der Regie von Tony Stevens und der musikalischen Leitung von Mark Falcone auf. Danach bekam Siggy die Rolle der Sonya in der Uraufführung des Broadwayhits „The Life“. Sie wurde für diese Rolle von der Kritik hoch gelobt und begeisterte auch das Publikum. Unter der Leitung des Kreativteams Matthias Davids, Melissa King and Steven Gross spielte Siggy bis heute eine ihrer besten Rollen. Zuletzt übernahm sie 2006 die Rolle der Ella Fitzgerald unter Matthias Davids und Melissa King in der Uraufführung des Musicals „Marilyn“ am Gärtnerplatztheater in München.

Im Film arbeitete Siggy mit Spike Lee, Mario van Peebles, Brian De Palma und Mike Nichols. Sie unterrichtet, hält Vorlesungen und wird zu Pop/Rock-Kursen von der Hamburger Hochschule eingeladen, außerdem zu Jazz/Rock Unterrichtsstunden an die Musikschule in Salzgitter. Außerdem ist sie Mitglied der Jury, die den John Lennon Förderpreis vergibt.

1996 veröffentlichte Siggy ihre erste selbst produzierte CD mit dem Titel „Siggy Davis Live in Berlin“, die mit begeisterten Kritiken aufgenommen wurde, und die eine Reihe von Live-Performance CDs in der Berliner Musikszene zur Folge hatte. Sie gastierte in Aufnahmen von Herb Geller, Charlie Mariano, Soko, Guitar Crusher, Thomas Anders, Sarah Brightman und Hot Chocolate. Außerdem ist sie in den CDs der Musicals „Beehive“, „Lets Pop“ und „The Life“ zu hören. Weitere CDs sind “Siggy Davis - Live in Europe ” und “Siggy Davis - Just as I am”

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